Jubilar der Sonderklasse: Hubert Andergassen

In Pension nach 55 Jahren bei ATZWANGER

Am 1. Juli 1970 trat er als junger Techniker in die ATZWANGER AG ein: der Traminer Hubert Andergassen. Stolze 55 Jahre sollten es werden, bis er kürzlich in den wohlverdienten Ruhestand trat.

„Ich hatte zwei Unfälle, sonst war ich in der ganzen Zeit nie krank“ erzählt er nicht ohne Stolz. Am Anfang spielte er „den Techniker und zeichnete Heizungsanlagen“. Doch schon bald merkte er: „Heizung können viele, Badewasser nicht“. Und so arbeitete er sich systematisch in diesen neuen, gerade aufkommenden Bereich ein.

„Man wächst mit den Aufgaben“ schmunzelt er. „Es war ein kontinuierliches Dazulernen. Wir haben die ganze Entwicklung der Technik und dann der entsprechenden Normen mitgemacht.“

„Innerhalb kürzester Zeit konnte Hubert Andergassen als Projektleiter größere Anlagen übernehmen, war auch äußert talentiert im Verkauf und wurde zum Leiter der Abteilung,“ erinnert sich Seniorchef Paul Atzwanger. „Wenn wir heute im Bereich der Badewasssertechnik zu den führenden Firmen zählen, verdanken wir das ihm!“

Thomas Atzwanger betont noch einen besonderen Aspekt seines Wirkens, „die konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse des Kunden und deren völlige Zufriedenstellung.“ Und dafür arbeitete Andergassen „nicht nur mit technischer Exzellenz, sondern auch mit Einfühlungsvermögen und Überzeugungskraft. Er kann mit Genugtuung auf die von ihm aufgebaute Abteilung blicken – scherzhaft das ‚Team der Schwimmerlinge‘ genannt.“

Kein Wunder, dass der langjährige Abteilungsleiter beste Beziehungen zu „seinen“ Kunden entwickelte. Für Josef Wund, einen weltweit führenden Thermen-Entwickler wurde er sogar eine Art persönlicher Berater. Dessen plötzlicher Unfalltot 2017 war ein einschneidender Moment für Andergassen, es brach „eine Welt zusammen.“

Aber natürlich erinnert er sich auch gerne an viele Highlights seiner Karriere, an verloren geglaubte und doch gewonnene Aufträge und diverse Anekdoten: nasse Bürgermeister, rauschende Eröffnungen und Begegnungen mit Stararchitekten wie Daniel Liebeskind, Peter Zumthor oder Mario Botta. „In Bukarest gab’s ein Riesenevent mit mehreren Tausend Gästen, in Erding Verdi-Musik zum Life-Dachaufbau – und in der Schweiz Feuerwerke und Kaviarverkostung,“ erzählt er schmunzelnd.

Jetzt freut sich der Unermüdliche darauf, „auch einfach einmal nichts zu tun und den Handwerkern bei der Renovierung des Ferienhauses im Fassatal auf die Finger zu schauen.“